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Ein Millionär ist klamm - Der Blick hinter die Kulissen

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54 Millionen in den Sand gesetzt

In Las Vegas hat einer, der es sich leisten kann, 54 Millionen Dollar in den Sand gesetzt. Sheldon Adelson, der Besitzer des welt- berühmten Las Vegas Sands- und Casino-Complex hat diese Summe als Unterstützung für den später ausgeschiedenen Newt Gingrich und später für den Unterlegenen Obama- Rivalen MittRomney ausgegeben, in der Hoffnung, bei einem Sieg mehr Einfluss auf die Politik in seinem Bundesstaat Nevada zu bekommen. Bei Adelson trifft dieser Verlust freilich keinen Armen; man schätzt den über 70jährigen auf runde 24 Milliarden Dollar.

Ein Millionär wird klamm

Das hat bis jetzt in dieser Deutlichkeit niemand gewusst: Dem Millionär Mitt Romney ging das Geld aus. Schon nach dem sündhaft teuren Vorwahlkampf unter den ehemals acht republikanischen Kandidaten fanden Romneys Wahlkampf-Strategen heraus, dass dem Kandidaten zum Frühjahr 2012 rund 800 Millionen Dollars fehlen würden. Also änderten sie flugs Romneys Wahlkampf-Programm und verpasstem dem Kandidaten zusätzlich zu seinen öffentlichen Auftritten auch jede Menge fundraiser, bei denen die Teilnehmer nicht nur eine hohe Summe als Eintrittsgeld zahlen  sondern sich auch verpflichten mussten, weiterhin für Romneys Kriegskasse zu spenden.

Das meiste dieses Sponsor-Geldes bekam Romney von recht konservativen Rechten und Erz-Konservativen der Tea Party. Was dann schliesslich dazu führte, dass Romney,  der gerne Wähler in der Mitte abgegriffen hätte, aber nicht mehr frei war in seinen Entscheidungen und in seinem Tun und deshalb ganz rechts blockiert und zementiert war. Zumal Romney aufgrund des Geldmangels auch nicht mehr die Finanzen hatte, über Anzeigen und Spots diesen Gang in die Mitte anzuzeigen.

Natürlich nutze Obamas Strategen dieses Schweigen in Romneys Ecke weidlich aus und kamen mit einem genialen Trick von Anfang an in Deutungshoheit besonders in den Swing states.

Das Zehnfache an Bodentruppen

Aus dem Wahlkampf 2008 wusste man, dass Obama mit seinen Millionen tweets über Twitter und facebook die Menschen weitaus stärker angesprochen und für sich eingenommen hat als damals McCain. Diese Taktik wollte sich auch Romneys Lager zunutze machen, doch die Manager von Obama waren auch hier um Längen voraus. Wollten Romneys Männer noch glauben machen, sie hätten mit 70 Wahlkamp-Büros in Ohio eine gute Ausgangsbasis, gefror  ihnen am Wahltag das Lächeln (wie bei Karl Rove vor den Fox-Kameras, der nicht glauben wollte, dass Romney nicht nur Ohio sondern die Wahl verloren hatte, als Obamas Strategen die Zahl ihrer Büros in Ohio veröffentlichten: Über 800. Mit zigtausenden an freiwilligen zumeist jugendlichen Helfern.

Am Tag als der Präsident weinte

Diese Boden-Büro-Haus-Strategie war obendrein auch noch wesentlich billiger als Anzeigen- und Fernseh-Werbung, für die Romney mit zunehmender Dauer des Wahlkampfes kein Geld mehr locker hatte. Ja selbst bei seiner im eigenen Lager als desaströs deklarierten Europa- und Nahost-Reise musste Romney in London und in Israel noch zu fundraisers antreten, um die Reise dorthin finanzieren zu können.

Stellt Euch mal vor, Tante Merkel wäre dem Werben von Romney erlegen und hätte den Mormonen nach Berlin eingeladen und die Reps wären dort um das Brandenburger Tor gelaufen - mit Sammelbüchsen in der Hand.   

Am Tag danach begann das Spiessrutenlaufen des Millionärs Mitt Romney, dem das Geld ausging, um Präsident zu werden. Und es begann die zweite Amtszeit eines Präsidenten, der von den Emotionen überrollt wurde, als er sich in einem der Wahlkampf-Büros in Chicago bei seinen Fans und Helfern und Strategen und Freunden bedankte, die ihm geholfen haben, "aus mir einen besseren Menschen, einen besseren Präsidenten zu machen."

Diese Wahl, so Obama, wird in die Geschichte eingehen, und "Ihr alle seid teil dieser Geschichte", bei der die Farbigen, die Latinos, schlichtweg die Minderheiten dem Präsidenten zu einer deutlichen Mehrheit verholfen haben

 

 

 

9.11.12 19:24
 


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